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Die Ballettschule des Hamburg Ballett

In der 1978 gegründeten Ballettschule des HAMBURG BALLETT werden Jugendliche aus aller Welt im Alter von 10 bis 18 Jahren für den Bühnentanz ausgebildet. Schwerpunkt der Ausbildung ist der klassisch-akademische Tanz; dazu gehören neben Unterricht im Spitzentanz und Pas de deux auch klassische und zeitgenössische Variationen sowie Neumeier-Repertoire. Außerdem wird großer Wert gelegt auf eine gute Ausbildung in moderner Tanztechnik, Tanz-Komposition und Charaktertanz. Die theoretischen Fächer umfassen Anatomie, Musiktheorie und Tanzgeschichte. Das Angebot wird durch Pilates und Krafttraining abgerundet.

Der Unterricht findet statt im Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier. In der ehemaligen "Oberrealschule für Mädchen an der Caspar-Voght-Straße" in Hamm, eines der letzten Gebäude des großen Hamburger Architekten und Stadtbaumeisters Fritz Schumacher, arbeiten in insgesamt neun Ballettsälen sowohl die Compagnien des Hamburg Ballett und des Bundesjugendballetts als auch die Schule. Auch das Internat mit Platz für 34 Schüler ist in diesem Gebäude untergebracht. 

Die Aufnahmeprüfungen für die Ballettschule finden alljährlich im Frühjahr statt. Das Aufnahmealter für die Vorschule beträgt 7 bis 9 Jahre, für die Ausbildungsklassen 10 bis 16 Jahre und für die Theaterklassen 16 bis 18 Jahre. Vorausgesetzt werden körperliche Eignung, rhythmische Begabung, tänzerische Veranlagung, Improvisationstalent und eine dem Alter entsprechende Ballett-Technik.


VORWORT von John Neumeier

In erster Linie bin ich Choreograf. Um meine Visionen zu verwirklichen, brauche ich Tänzer, eine Compagnie, die mit mir arbeitet und mit der ich Choreografien entwickeln kann. Weil ich Tänzer brauche, gut ausgebildet, die meine choreografische Sprache verstehen, sie "sprechen" und körperlich umsetzen können, brauche ich eine Schule, aus der Nachwuchs und Erneuerung kommen.

Als Choreograf wollte ich eine Compagnie aufbauen, die ein unverwechselbares Gesicht hat, und dazu eine Schule gründen, die beides in sich vereint: eine fundierte, in gewissem Sinne neutrale, klassische Ausbildung und eine persönliche Prägung – eine Schule "mit" und "ohne" Stil: "mit Stil", weil sie einer spezifischen Compagnie angeschlossen und an einen bestimmten Choreografen gebunden ist.

Grundlage allerdings ist eine solide, umfassende tänzerische Erziehung – "ohne Stil". Die Schule des Hamburg Ballett bietet eine intensive klassisch-akademische Ausbildung, ergänzt durch Unterricht in moderner Tanztechnik, in Tanz-Komposition und Folklore. Diese zeitgenössische Ausbildung gibt den jungen Tänzern das nötige Rüstzeug, sich in der heutigen Tanzwelt zu behaupten und auch in anderen Ensembles zu bestehen, ob in Deutschland oder im Ausland, ob beim Stuttgarter Ballett, beim Northern Ballet, beim Het Nationale Ballet, oder beim Nederlands Dans Theater, um nur einige der Compagnien zu nennen, die Absolventen der Hamburger Schule engagiert haben.

In der praktischen Arbeit mit der Hamburger Compagnie und mir lernen die Schüler, eine individuelle choreografische Handschrift umzusetzen. Das Ballettzentrum mit seinem engen Zusammenleben von Schule und Ensemble gibt uns die Möglichkeit, dieses Grundkonzept intensiv zu verfolgen. Ich halte das für ein ganz wesentliches Erlebnis für jeden heranwachsenden Tänzer. Es macht bewusst, dass Ballett sowohl eine sehr alte, tradierte Kunst als auch eine sich ständig erweiternde, lebendige Sprache ist, die offen macht für andere Stile, andere Bewegungsform, andere Choreografen.

John Neumeier


Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 2024/25

Sonntag, 7. April 2024

Für Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 18 Jahren.


Wir freuen uns ab sofort Bewerbungen für das im August 2024 beginnende Schuljahr entgegenzunehmen.


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Vorstellungen

Werkstatt der Kreativität XIV

Einmal im Jahr präsentieren die Absolventinnen und Absolventen der Ballettschule des Hamburg Ballett ihre getanzten Abschlussarbeiten im Ernst Deutsch Theater. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer entwickeln nicht nur die Bewegungssprache, sondern sind auch für die Musikauswahl, die Kostümentwürfe sowie die Licht­ und Bühnenbildgestaltung verantwortlich. Für die mitreißende Interpretation sorgen ihre Mitschülerinnen und ­schüler aus den Abschlussklassen.
 
Werkstatt der Kreativität XIV
Ernst Deutsch Theater
Programm I
4., 5. und 6. März 2024
Programm II
8., 9. und 10. März 2024
19.30 Uhr


Trailer

Beethoven Dances
40 Tänze für 40 Jahre

Ein von John Neumeier mit allen Klassenstufen der Ballettschule kreiertes Ballett zu Tänzen von Ludwig van Beethoven

"Beethoven Dances ist ein Projekt für unsere Schule. Ich empfand es als reizvoll, mit 40 Beethoven-Tänzen das 40-jährige Jubiläum zu begehen. Besonders die Kürze der Tänze hat mich fasziniert: Es ist eine Herausforderung, innerhalb von zum Teil nur 40 Sekunden die spezifische Stimmung mit einer Gruppe von Schülern einzufangen! Anders als in Sinfonischen Balletten ist nicht der emotionale Inhalt einer bestehenden Komposition der Ausgangspunkt der Choreografie. Vielmehr sehe ich die 40 frei kombinierten Tänze als Material, mit dem ich jedem einzelnen Schüler die Möglichkeit gebe, sich mit den ihm eigenen Gaben und erlernten Techniken einzubringen und die Ballettschule in einem zusammenhängenden Werk zu präsentieren."
John Neumeier

Mehr Trailers: 
>> Yondering
>> Werkstatt der Kreativität X
>> Die Ballettschule


Engagements unserer Absolventinnen und Absolventen für die Spielzeit 2022/23

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass unsere Abschlussschülerinnen und -schüler gesicherte Anstellungen/Arbeitsverträge in den folgenden Compagnien ab dieser Season bekommen haben:


Austausch mit der Nationalen Ballettschule Kanadas

Von Zofia Jablonska (Theaterklasse VIII)
Die letzten Jahre waren für uns alle sehr herausfordernd. Einschränkungen und Sicherheitsmaßnahmen haben jeden Aspekt unseres Lebens beeinflusst. Umso schöner war es, an einem Austauschprogramm teilzunehmen, das nach drei Jahren wieder zum Leben erweckt wurde.

Der Besuch der Nationalen Ballettschule Kanadas ist eine großartige Gelegenheit für jeden jungen Schüler, eine neue Umgebung zu erleben und davon zu lernen. Während meines Aufenthalts in Toronto nahm ich Unterricht bei Lehrern, die große Tänzer waren und nun ihr Wissen an die neue Generation weitergeben. Es war eine interessante Erfahrung, sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede in der Ausbildung zu sehen, an die ich gewöhnt bin. Unsere Tage beinhalteten nicht nur Technikunterricht und Spitzentechnik mit Repertoire, sondern wir hatten auch die Gelegenheit, mit dem Choreografen Jera Wolfe zu arbeiten. Wir lernten sein Ballett "Arise", das speziell für die NBS kreiert wurde. Herr Wolfe verwendet in seiner Arbeit viele zeitgenössische Bewegungen, was heutzutage in der Tanzwelt sehr wichtig ist.

Wenn ich über die Nationale Ballettschule Kanadas spreche, muss ich die erstaunlichen Einrichtungen erwähnen. Das schöne Gebäude der Schule befindet sich in der Innenstadt von Toronto. Die Studios sind groß und lichtdurchflutet.

Andere Studenten aus der ganzen Welt zu treffen, ihre Arbeitsweise zu beobachten und sie kennen zu lernen, war wirklich inspirierend.

Ich hätte nie gedacht, dass ich an einem Austausch wie diesem teilnehmen könnte, und ohne die großzügige Hilfe der Freunde des Ballettzentrums wäre das nicht möglich gewesen. Ich bin über alle Maßen dankbar für diese unglaubliche Gelegenheit, die es mir ermöglicht hat, zu wachsen und eine neue Perspektive auf eine wunderbare Kunstform, wie es das Ballett ist, zu gewinnen.


Absolventen der Ballettschule seit 1978

die Mitglieder der Compagnie waren/sind:

Joseph Aitken, Maude Andrey, Anton Alexandrov, Aurore Lissitzky, Braulio Alvarez, Lucilia Alves, Mayo Arii, Stefanie Arndt, Silvia Azzoni, Silvano Ballone, Maria Baranova, Gabriel Barbosa, Patrick Becker, Franziska Beckmann, Borja Bermudez, Amélie Berthet, Olivia Betteridge, Viktoria Bodahl, Radoslaw Boguski, Leeroy Boone, Stephan Bourgond, Jemina Bowring, Jacek Bres, Karin Brennan, Gabriel Brito, Aurelian de Brocas, Alison Brooker, Eleanor Broughton, Alexander Busch, Lasse Caballero, Marie-Soizic Cabié, Laura Cazzaniga, Christelle Cennerelli, Florencia Chinellato, Ghanima Choffat, Zachary Clark, Filip Clefos, Hannah Coates, Yaiza Coll, Antonin Comestaz, Philippa Cook, Francesco Cortese, Orkan Dann, Peter Dingle, Ralf Dörnen, Catherine Dumont, Christopher Evans, Anita Ferreira, Christina Fritschi, Alessandro Frola, Agnès Galatoire, Massimo Garon, Lennard Giesenberg, Giorgia Giani, Nicolas Gläsmann, Andrzej Glosniak, Célicia Haas, Nicole Ham, Skye Harrison, Ulrike Hartmann, Abbey Haller, Anne-Catherine Haller, Francesca Harvey, Louis Haslach, Yukichi Hattori, Vladimir Hayryan, Julia Hellmund, Anna Herrmann, Sonja Herrmann, Georgina Hills, Nako Hiraki, Roger Höde, Natalia Horecna, Siteng Hu, Marià Huguet, Matias Iaconniani, Takeshi Ikeda, Carolin InhoffenPaula Iniesta, Futaba Ishizaki, Milan Jarosch, Marissa Jiménez, Emilija Jovanovic, Marc Jubete, Carsten Jung, Stella Kanatouri, Alison Kappes, Yungu Kang, Ayumi Kato, Susanne Klement, Vladimir Kocic, Megumi Kondo, Viktor Koukal, Yosuke Kusano, Paco Laguna, Anna Laudere, Hocine Layada, Aljoscha Lenz, Marcelino Libao, Xue Lin, Carolina Lohfert, Diogo Maia, Carolina Mancuso, Klara Matyas

Kim David McCarthy, Hannah McCloughan, Aleix Martinez, Bettina Marup, Emilie Mazon, Alice Mazzasette, Alfie McPherson, Arsen Megrabian, Cornelia Meierhans, Amelia Menzies, Isadora Meza, Frederike Midderhoff, Stephanie Minler, Ekaterina Mamrenko, Javier Monreal, Kallum Morris, Taisia Muratore, Louis Musin, Mathias Nolte, Matias Oberlin, Yuka Oishi, Shintaro O-ue, Tomi Paasonen, Hayley Page, Yun-Su Park, Kristina Paulin, Pietro Pelleri, Manuel Pelmus, Zhaoqian Peng, Roberto Pérez, Percevale Perks, Nathalie Perriraz, Tibor Perthel, Mia Petrovic, Lidia Pettinicchio, Alban Pinet, Florian Pohl, Pablo Polo, Artem Prokopchuk, Anna Rabsztyn, Lennart Radtke, Edvin Revazov, Dale Rhodes , Alexandre Riabko, Roberto Rigamonti, Sasha Riva, Lucia Rios, Chiara Ruaro, Estelle Sallé, Caspar Sasse, Valentina Scaglia, Sofia Schabus, Parvaneh Scharafali, Dominik Schoetschel, Alexandra Schmidt-Rieche, Megan Scott, Torben Seguin, Mirabelle Seymour, Sakura Shimizu, Ben Shitrit, Lea Sjövall, Madeleine Skippen, Joel Small, Emily Smith, Lucia Solari, Ines Sprenger, Jane Standish, Yohan Stegli, Karen Stephenson, Martin Stiefermann, Thomas Stuhrmann, Hermine Sutra Fourcade, Airi Suzuki, Maciej Sziszkowski, Ana Torrequebrada, Alexandr Trusch, Konstantin Tselikov, Priscilla Tselikova, Jacek Tyski, Ivan Urban, Ricardo Urbina, Isadora Meza, Sophie Vergères, Constant Vigier, Miljana Vracaric, Lizhong Wang, Miguel Wansing Lorrio, Kiran West, Dirk Weyershausen, Anna-Lena Wieg, Chelsea Winter, Joanne White, Natalia Wojciechowska, Eliot Worrell, Mengting You, Dao Yuan Chen, Illia Zakrevskyi, Mariana Zanotto, Dina Zaripova, Lin Zhang, Aleksa Zikic


 
Regelmäßig wählen junge Gewinner des internationalen Wettbewerbs "Prix de Lausanne" die Ballettschule des Hamburg Ballett aus, um hier ein Jahr lang mit einem Stipendium ihre Ausbildung fortzusetzen. Andere entscheiden sich für ein Jahr als Aspirant in der Compagnie des Hamburg Ballett.

In den Jahren verbrachten u.a. Stefanie Arndt (1983), Jirí und Otto Bubenícek (1992), Yohan Stegli (1998), Aleix Martínez (2008), Zhaoqian Peng (2009), Emanuel Amuchástegui (2010), Christopher Evans (2010), Madoka Sugai (2012), João Vitor Santana (2020), Lin Zhang (2020) und Miguel Oliveira (2022) ihr Stipendiums-Jahr in Hamburg.

 

Für mehr Informationen über den Wettbewerb besuchen Sie die offizielle Website des Prix de Lausanne.
 

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