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Ballett von John Neumeier

Don Juan

Musik: Christoph Wilibald Gluck, Toás Luis de Victoria
Choreografie und Inszenierung: John Neumeier
Bühnenbild und Kostüme: Filipo Sanjust

Uraufführung:
Frankfurter Ballett, Frankfurt, 25. November 1972
Premiere in Hamburg:
Hamburg Ballett, 26. Oktober 1975

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Die Handlung

Es ist der 2. November, "ei dia de los difunctos" (der Tag der Verstorbenen). Don Juan Tenorio feiert ein Bankett, während der von ihm getötete Komtur Don Gonzalo de Ulloa von den Seinen zu Grabe getragen wird. Um die Festgäste zu unterhalten, führt Catalinón, Don Juans Diener, mit Hilfe einer eigens dazu engagierten Tanz-Truppe einige Divertissements auf, in weichen die amourösen Abenteuer seines Herrn persifliert werden. Catalinón selbst übernimmt dabei die Rolle des legendären Verführers. Unter den Gästen befindet sich eine geheimnisvolle Schöne, die Frau in Weiß. Don Juan nähert sich ihr, aber sie entzieht sich ihm. Zum erstenmal widersetzt sich eine Frau seinen Verführungskünsten. Um seine Rolle als sagenumwobener Don Juan zu erfüllen, verführt er jetzt Aminta, die Solistin der Tanz-Truppe, und zerstört dadurch ihre Bindung an Batricio, der Aminta liebt. Dona Ana erscheint auf dem Fest und erregt Don Juans Aufmerksamkeit. Er spielt Aminta und Dona Ana gegeneinander aus. Aminta ist zu Tode betrübt.

Als Höhepunkt seiner Ballett-Komödie stellt Catalinón Don Juans Verdammnis dar, was unter den Gästen eine hemmungslose Euphorie auslöst. Angewidert von der orgiastischen Vergnügung verlässt Don Juan das Fest. Auf der Suche nach der Frau in Weiß begegnet ihm ein Trauerzug mit einer leeren Totenbahre. In dem Trauergefolge erblickt Don Juan mehrere Bekannte - auch Dona Ana und Aminta. Er wird Zeuge seines eigenen Begräbnisses und erkennt in der Frau in Weiß den Todesengel, der ihn ins Jenseits führt.

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