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Ballett von John Neumeier nach William Shakespeare

 

Musik
  Arvo Pärt
Alfred Schnittke
Naná Vasconcelos
u.a.
Choreografie
Inszenierung
Bühnenbild
Kostüme
  John Neumeier

.

Uraufführung
Hamburg Ballett, Kampnagelfabrik
Hamburg, 27. Januar 1985

 

Originalbesetzung    
Othello
  Gamal Gouda
Desdemona
  Gigi Hyatt
Jago
  Max Midinet
Emilia
  Anne Brossier
Cassio
  Jeffrey Kirk
Brabantio
  Eduardo Bertini
Bianca
  Rena Robinson
Der wilde Krieger   Ralf Dörnen
La Primavera   Stefanie Arndt

 

Die Unmöglichkeit,
einen anderen Menschen wirklich zu kennen,
das ist das Hauptthema von Othello und Desdemona.

J. N.

 

 

Othello-Musik

I - Venedig
 
Begegnung   Naná Vasconcelos, Vozes
Ein Bild voneinander   Anonym, Lamento di Tristano
Batucada Fantástica.
Mascha de Ranchs, Ensaio Geral
Brasilianische Folklore
Michael Praetorius,
Resonet in Laudibus
Liebe - das Tuch   Arvo Pärt, Mirror in a Mirror
Moresca   Naná Vasconcelos, O Berimbau
Desdemonas Bekenntnis    
Brabantios Anklage    
Othellos Antwort    
Abschied    
Jago und Emilia. Aufbruch   Naná Vasconcelos, Vozes
     
II - Zypern    
     
Morgenlied. Cassio    Anonym. Bonny sweet Robin
Anonym. Calleno custure me
Kriegsgeschäft   Alfred Schnittke
Concerto grosso Nr. 1
Preludio Andante
Ablenkungen   Toccata Allegro
Dialog. Verdacht   Recitativo
Verzweiflung   Cadenza
Wahnvisionen   Rondo
Befremdung. Entfremdung   Postludio
Das Tuch ist verloren
Die Hure Bianca
  Naná Vasconcelos. Ondas
Täuschung. Enttäuschung.
Entscheidung
  Arvo Pärt. Tabula rasa
Ludus

Mord

 

Silentium

 

 

Othello, ein Hauptmann von schwarzer Hautfarbe, erreicht durch Erzählen von seiner Tapferkeit und seinen kriegerischen Heldentaten, dass Desdemona, eine Senatorentochter, ihn liebt und ihm ohne Wissen der Eltern angetraut wird. Weil er Cassio vorzog und zu seinem Leutnant machte (ein Platz, um den sein Fähnrich Jago gebeten hatte), treibt Jago aus Rache den Mohren in die Eifersucht, Cassio mache ihn zum Hahnrei: Er bewerkstelligt es, indem er ein gewisses Taschentuch stiehlt und weiterreicht, das der Mohr seiner Braut zur Hochzeit geschenkt hatte [...] Othello ermordet Desdemona und ist bald darauf von ihrer Unschuld überzeugt [...] Er tötet sich selbst.

Thomas Rymer - 1693

 

 

Pressestimmen

"John Neumeier kommt es bei seiner Version des Shakespeare-Stücks weniger auf die Wiedergabe der Handlung als auf die zwischenmenschlichen Rätsel an, auf "die Unmöglichkeit, einen anderen Menschen wirklich zu kennen". [...] Herzstück des 1. Aktes ist er Liebes-Pas-de-Deux zwischen Othello und Desdemona, in dem er ihr das einzige Kleidungsstück schenkt, das er am Leib trägt: ein Seidentuch. Dieser Tanz zur Musik von Arvo Pärts "Mirror in a Mirror" ist ein Kleinod der Ballettliteratur, ein Heiligtum, unvergleichlich in seiner Intimität und Hingabe aneinander. Durch seine zeitlupenhaften Bewegungen gewinnt es eine Intensität, die den Zuschauer fast zum Voyeuristen werden lässt – jeder Moment atmet reinste Poesie."
Tanznetz.de

Neumeiers "Othello" ist zum Heulen schön
"'Othello' ist ein Geniestreich. Niemand kann so brillant wie John Neumeier eine Geschichte durch Tanz erzählen. Während das Drama um den dunkelhäutigen Außenseiter seinen Verlauf nimmt, webt Neumeier immer wieder Anspielungen ein: auf obszöne Theaterspiele zu Shakespeares Zeiten, auf zeitlose menschliche Schwächen. Der Mythos um Neumeiers "Othello" besteht zu Recht, es ist magisches Theater."
Hamburger Morgenpost

Othello - Die Ballett-Legende lebt
Alles beginnt und endet mit einem schimmernden Tuch. Es kommt bei der symbolischen Entkleidung des Helden ebenso zum Tragen wie bei den Gefühlsverwicklungen zwischen ihm und seiner Gefährtin und wird schließlich zum tödlichen Vehikel seiner Selbststrangulation. John Neumeiers Ballett-Adaption von William Shakespeares Tragödie "Othello" überträgt das Drama um emotionales Verlangen, Verrat und Täuschung in die feinstoffliche Sphäre getanzter Poesie. [...] Zuletzt liegen Othello und seine Geliebte Desdemona, umwunden von jenem Tuch, das die Beiden im Liebestanz verband, aneinandergeschmiegt, leblos. Stille – bis frenetischer Jubel den Saal erfüllt."
Die Welt

"Leidenschaft pur in der Wiederaufnahme von John Neumeiers Meisterballett "Othello". Ein bunter Abend voller Gefühle. Bravo!"
BILD
 

Pressestimmen zur Wiederaufnahme (2013)

"Neumeier erzählt die mörderische Liebesgeschichte zwischen dem wilden Krieger und Desdemona, der Tochter aus gutem Hause, in Bildern von einzigartiger Sogwirkung: Hélène Bouchet und Gasttänzer Amilcar Moret Gonzalez in der Titelrolle glaubt man jede Geste – ob Liebesbeweis oder pure Verzweiflung…Ein phänomenales Gesamtkunstwerk!"
Dagmar Ellen Fischer, Hamburger Morgenpost

"Auf der Bühne der Staatsoper ist es nicht mehr so dicht am Publikum, und doch funktioniert es auch mit diesem größeren Abstand und in dem traditionellen Ambiente des Opernhauses – auch das wunderbare Bühnenbild lässt sich auf die Guckkastenbühne der Oper übertragen, samt ständig leise vor sich hin plätscherndem Wasserlauf, der sich wie ein Sinnbild für das ewige Kontinuum des Lebens und seiner Irrungen und Wirrungen quer über die Bühne zieht."
Annette Bopp, tanznetz.de

"John Neumeiers hoch sensible Sicht auf diese zeitlose menschliche Tragödie hat über die Jahre nichts von ihrer Kraft eingebüßt…Hélène Bouchet, die sich wieder mal bis zum Maximum hingibt, von der euphorisch Verliebten, umtanzt von Boticellis 'Frühling', bis zu einer verstoßenen Fassungslosen, einem erbärmlichen Rest Mensch. Tief berührend. Otto Bubenícek offenbart als Jago, der in seiner Eitelkeit und seinem Ehrgeiz verletzt ist, sein Talent als gewissenloser, mephistophelischer Marionettenspieler. Jedes seiner Fouettés ist ein Dolchstoß… Carolina Agüero hatte hier in dieser tragischen Rolle eine ihrer großen Stunden."
Katja Engler, Hamburger Abendblatt

"Seine Choreographie ist ein verstecktes Kammerspiel. Und ein meisterhaftes, berührendes Tanzstück. Auch nach dem Umzug von der Kampnagelfabrik auf die Bühne der Staatsoper! (...) Neumeiers Othello jedenfalls ist eine stimmig und nachvollziehbar fragile Persönlichkeit, die schwankt in ihren Emotionen, in ihrem Begehren. Oftmals sind es die kleinen, aber pointierten Gesten, mit denen Amilcar Moret Gonzalez den inneren Aufruhr seiner Figur darzustellen vermag. (…) Auch Hélène Bouchets Desdemona kommt mit einem zurückhaltenden Körpergestus aus. Die Verschiebung in Othellos Verhalten spiegelt sich wider in ihren Bewegungen, in ihrem Gesicht. Die Paarszenen der beiden, meistens barfuß getanzt, sind vielschichtig. Einfühlsam und poetisch, dann wieder voller Tempo. (…) Bei Shakespeare mit eigenen Interessen versehen und Komplizin Jagos, bleibt Neumeiers Emilia allein die Rolle der unterdrückten Ehefrau. Carolina Agüero verleiht ihr Würde, aber auch eine Verzweiflung und Gedrücktheit (…)Und der Wechsel des Spielortes? (…) Der Zauber dieses besonderen Balletts wirkt auch dort. Vielleicht sogar überall."
Fiona Trede, tanz.at

 
Hyatt - Gouda
 

 
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Hamburgische Staatsoper
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9. (2x) November
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2015

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4,- bis 89,- € (B)
4,- bis 79,- € (C)


 
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