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  • 2012 Brinkhoff/ Mögenburg
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Samstag 17.02.2018, 19.30 - 22.30 Uhr | Großes Haus

Gioachino Rossini

Il Barbiere di Siviglia

Platz da! Hier kommt Figaro, der beste Friseur ganz Sevillas, Hans Dampf in allen Gassen – und willkommener Unterstützer für den Grafen Almaviva. Doch dem Grafen geht es nicht um seine Frisur: Figaro soll ihm helfen, das Herz Rosinas zu gewinnen. Wenn da nur nicht Dr. Bartolo, der geldgierige Vormund Rosinas wäre… Er hat sich in ihr stattliches Vermögen verliebt und wirbt ebenfalls um die Hand seines Mündels. Mit im Schlepptau hat er Don Basilio, einen intriganten Musiklehrer – der das Chaos perfekt macht!

In irrwitzig ineinander geschachtelten Ensembles und rasend schnellen Arien zieht Gioacchino Rossini die Schraube im Verwirrspiel um Rosina immer stärker an. Und hohes Tempo legte Rossini auch bei der Komposition selbst vor: In nur 13 Tagen schuf er die wohl berühmteste komische Oper überhaupt.

Inszenierung nach: Gilbert Deflo
Ausstattung nach: Ezio Frigerio

Premiere am: 29.12.1976

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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ERSTER AKT

Graf Alamviva hat sich in Rosina, das Mündel von Doktor Bartolo, verliebt und ist ihr nach Sevilla gefolgt. Wie an vielen Tagen vorher bringt er ihr in der Morgendämmerung ein Ständchen. Almaviva trifft Figaro, der in Sevilla als Barbier und Faktotum jedem zu Diensten steht - gegen angemessene Bezahlung. Von Figaro erfährt der Graf, dass der geizige und griesgrämige Doktor Bartolo es selbst auf Rosina und vor allem auf ihre Mitgift abgesehen hat und sie deshalb eifersüchtig bewacht. Einem Billett, das Rosina vom Balkon fallen lässt, entnimmt der Graf ihr Interesse an ihm. Sie fragt nach Namen, Stand und Absicht. Almaviva stellt sich Rosina als armer Student namens "Lindoro" vor. Figaro bietet dem Grafen gegen entsprechende Belohnung seine Dienste bei der Eroberung Rosinas an: Almaviva soll sich, als Offizier eines in Sevilla einrückenden Regiments verkleidet, in Bartolos Haus einquartieren. Figaro beschreibt dem Grafen seinen Laden, wo er zu finden ist, während Almaviva von seiner Liebe zu Rosina schwärmt. Rosina hat "Lindoro" einen Brief geschrieben. Sie ist entschlossen, ihre Liebe zu ihm auch gegen den argwöhnischen Bartolo zu verteidigen. Figaro lauscht einem Gespräch zwischen Bartolo und dessen Freund, dem Musiklehrer Don Basilio, in dem Basilio vor dem Grafen Almaviva warnt, der sich in der Stadt aufhalte und Rosina nachstelle. Es gäbe nur ein Mittel, ihn zu verteidigen: die Verleumdung. Bartolo will mit Basilio den Vertrag seiner Ehe besprechen. Figaro teilt Rosina den Plan mit und erzählt ihr von der Liebe "Lindoros". Er ermuntert sie, ihm ein schriftliches Zeichen an "Lindoro" mitzugeben. Rosina überreicht ihm den Brief. Bartolos Misstrauen wächst, als er Tinte an Rosinas Finger bemerkt und ein Schreibblatt vermisst. Almaviva folgt Figaros Rat und dringt als betrunkener Offizier bei Bartolo ein, spielt sich auf und randaliert herum. Er lässt sich auch nicht beirren, als Bartolo ihm einen Dispens von jeder Einquartierung vorweist. Versteckt spielt er Rosina einen Brief zu. Bartolo bemerkt es, muss aber feststellen, dass es nur der Wäschezettel ist - den Rosina geschickt vertauscht hat. Die herbeigerufene Stadtwache macht gute Miene zum bösen Spiel, als Almaviva sich ihr heimlich als Graf zu erkennen gibt.

ZWEITER AKT

Almaviva erscheint zum zweiten Mal in Bartolos Haus: als Musiklehrer "Alonso" verkleidet, der seinen angeblich erkrankten Meister Basilio vertreten soll. Er kann Bartolos Misstrauen zunächst durch eine recht gewagte List besänftigen: er gibt ihm einen von Rosina geschriebenen Liebesbrief, den er bei einem Liebchen des flatterhaften Grafen Almaviva gefunden haben will. Das beweise, dass der Graf nur sein Spiel mit Rosina treibe. Rosina erkennt sofort in "Alonso" ihren Studenten "Lindoro". Die Musikstunde findet unter Aufsicht Bartolos statt. Rosina und "Lindoro" finden Gelegenheit, sich einander ihre Liebe zu gestehen. Bartolo ist entsetzt über die "moderne Musik". Er gibt eine Arie aus seiner Jugendzeit zum besten. Figaro kommt, um Bartolo zu rasieren, und versteht es bei dieser Gelegenheit, den Schlüssel zum Balkon zu entwenden. Zur großen Überraschung aller erscheint plötzlich Don Basilio. Er ist über die Anteilnahme an seinem Gesundheitszustand sehr verwundert. Man versucht, ihn fortzuschaffen. Nachdem Almaviva ihm eine gut gefüllte Börse zugesteckt hat, fühlt sich Basilio denn auch plötzlich krank und ist gewillt zu gehen.

Während Bartolo von Figaro rasiert wird, beraten "Lindoro" und Rosina den Fluchtplan. Rosina soll um Mitternacht entführt werden. Bartolo entdeckt die Verschwörung und jagt Figaro und "Lindoro" davon. Berta, Bartolos Haushälterin, ist empört über dessen Werben um Rosina.

Bartolo schickt Basilio zum Notar, damit der Ehevertrag mit Rosina schnellstens aufgestzt werde. Um sie endgültig für sich zu gewinnen, verleumdet Bartolo "Lindoro": der wolle sie nur dem Grafen Almaviva zuspielen. Rosina wird unsicher, glaubt ihrem Vormund, willigt in eine Heirat mit ihm ein und verrät den Fluchtplan. Bartolo eilt davon, um die Wache zu holen.

Almaviva und Figaro dringen in das Haus Bartolos ein. Almaviva klärt Rosina darüber auf, dass er Lindoro und Almaviva in einer Person ist. Durch die Ankunft Basilios mit dem Notar, die gekommen sind, um Rosina und Bartolo zu trauen, wird die Flucht verhindert. Mit einer Pistole bedroht und mit einem Geldbeutel bestochen, unterschreibt Basilio als Trauzeuge den Ehekontrakt zwischen Rosina und Almaviva. Bartolo kehrt mit der Wache zurück und muss erkennen, dass er der Betrogene ist.

(c) Hamburgische Staatsoper


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 7,00 EUR bis 119,00 EUR

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