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Dienstag 24.10.2017, 19.00 - 22.00 Uhr | Großes Haus

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Giuseppe Verdi

Simon Boccanegra

„Das Herz des Menschen ist ein Quell ewigen Leides“, heißt es in dieser von Kennern besonders geschätzten Oper Verdis. Dass es unmöglich zu sein scheint Macht und Liebe zu vereinen und trotzdem glücklich zu werden, muss auch die Titelfigur Simon Boccanegra im Laufe der Handlung erkennen. Wie in „Rigoletto“ oder „Luisa Miller“ thematisiert der Komponist auch in „Simon Boccanegra“ eine komplizierte und tragische Vater-Tochter-Beziehung – und hat diese mit großer Inspiration musikalisch umgesetzt. Dabei verknüpft er persönliche Emotionen seiner Figuren mit politischen und gesellschaftlichen Themen wie den Kampf um Macht.

Inszenierung: Claus Guth
Bühnenbild und Kostüme: Christian Schmidt
Licht: Wolfgang Göbbel

Premiere am: 05.02.2006

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Prolog

In der Stadtrepublik Genua steht die Wahl eines neuen Dogen bevor. Die Führer der Genueser Volkspartei Paolo und Pietro suchen die Patrizier durch einen populären Gegenkandidaten auszustechen und einigen sich auf den Korsaren Simon Boccanegra, der sich um Genua verdient gemacht hat. Dieser stimmt der Kandidatur zu, nicht aus politischem Ehrgeiz, sondern in der Hoffnung, dass Jacopo Fiesco, Führer der Patrizier und Vater der von ihm geliebten Maria, das Vorurteil gegen seine niedere Herkunft aufgibt. Eine Eheschließung zwischen Simon und Maria ist bisher am Widerstand des Fiesco gescheitert, obwohl aus dieser Verbindung schon ein Kind hervorgegangen war. Simon weiß nicht, dass Maria im Sterben liegt.
Simon bittet Fiesco um Versöhnung. Aus dessen ursprünglichem Vorurteil gegenüber dem Korsaren ist inzwischen jedoch Hass geworden, denn für ihn ist Boccanegra am Tod seiner Tochter schuldig. Nur unter der Bedingung, dass man ihm das uneheliche Kind seiner Tochter überlässt, will Fiesco verzeihen. Dieses Kind hatte Boccanegra bald nach der Geburt dem Zugriff der Familie Fiesco entzogen und bei einer alten Frau in einem Fischerdorf in Pflege gegeben. Als er eines Tages von der See zurückkehrte, fand er das Haus verlassen und die Alte tot vor. Seine Tochter blieb spurlos verschwunden. Fiesco hält diese Erzählung für eine Lüge. Unversöhnt scheiden die beiden Männer voneinander.
Simon sucht bei den Fieschi nach Maria. Angeführt von Paolo naht das jubelnde Volk, um dem zum Dogen gewählten Boccanegra zu huldigen. Gerade in diesem Moment entdeckt er, dass Maria tot ist.

Erster Akt

Erstes Bild
Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen.
Amelia Grimaldi erwartet ihren heimlichen Verlobten, den jungen Adeligen Gabriele Adorno. Sie hat Angst um ihren Geliebten, der einen Putsch gegen den Dogen vorbereitet. Jacopo Fiesco, der nach der Wahl Boccanegras die Stadt verlassen musste, inzwischen aber unter dem Namen Andrea unerkannt nach Genua zurückgekehrt ist, führt diese Verschwörung an.
Er enthüllt Gabriele, dass Amelia aus dem Volke stammt und vor Jahren als Waise von der adeligen Familie Grimaldi an Kindes statt angenommen wurde. Dennoch ist Gabriele entschlossen, Amelia zu heiraten.
Simon Boccanegra kommt mit der Absicht, für seinen Günstling und jetzigen Kanzler Paolo um Amelias Hand anzuhalten. Er verspricht ihr Begnadigung ihrer beiden Brüder, die Genua aus politischen Gründen verlassen mussten. Amelia fasst Vertrauen zu Boccanegra und erzählt ihm das Geheimnis ihrer Herkunft. Im Laufe des Gesprächs erkennt Boccanegra in Amelia seine verloren geglaubte Tochter aus der Verbindung mit Maria Fiesco. Beide beschließen, vorerst das Geheimnis zu hüten.
Der Doge verweigert Paolo die Heirat und macht ihn damit zu seinem erbitterten Feind. Aus Rache stiftet er Pietro an, Amelia entführen zu lassen.

Zweites Bild
In der Ratsversammlung bittet der Doge um Frieden in der Auseinandersetzung der verfeindeten Republiken Genua und Venedig. Sein Appell bleibt wirkungslos. Die Versammlung wird durch einen Tumult gestört. Die Menschenmenge bringt Gabriele Adorno herein, der den Entführer von Amelia ermordet hat. Adorno ist davon überzeugt, dass Boccanegra der Drahtzieher der Entführung ist. Er beschuldigt den Dogen vor der Ratsversammlung und bedroht ihn mit der Waffe. Amelia hindert Gabriele daran, Boccanegra zu töten. Sie deutet an, den wahren Schuldigen zu kennen, und bittet um Verzeihung für Gabriele. Der Doge ahnt, wer der Urheber der Entführung war und zwingt Paolo vor den Augen aller, über den noch unbekannten Schuldigen den Fluch auszusprechen.

Zweiter Akt

Paolo will sich an Boccanegra rächen.
Er schüttet ein langsam wirkendes Gift in sein Trinkwasser. Außerdem versucht er Fiesco und Adorno zum Mord an den Dogen zu verleiten. Fiesco lehnt empört ab, doch Adorno, dem Paolo weismacht, Amelia sei inzwischen die Geliebte Boccanegras, lässt sich überreden.
Von der Liebe seiner Tochter zu Gabriele Adorno bewegt, beschließt Simon, seinen Gegner zu begnadigen. Er trinkt das von Paolo vergiftete Wasser und schläft erschöpft ein. Als Adorno sich auf den Schlafenden stürzen will, kann Amelia im letzten Augenblick den Mord verhindern. Beschämt erfährt Adorno, dass Boccanegra und Amelia Vater und Tochter sind. Als die Menge den Sturz Boccanegras fordert, stellt sich Gabriele auf Simons Seite, um den Aufständischen entgegenzutreten. Der Doge verspricht Gabriele, ihm Amelia zur Frau zu geben.

Dritter Akt

Die Verschwörung des Adels ist gescheitert. Dem Rädelsführer Fiesco wird die Freiheit geschenkt, Paolo zum Tode verurteilt. Auf dem Weg zur Hinrichtung gesteht er Fiesco, dass er den Dogen vergiftet hat.
Während Amelia und Gabriele getraut werden, kommt es zwischen dem todkranken Dogen und Jacopo Fiesco zu einer letzten Begegnung. Als Fiesco erfährt, dass Amelia seine Enkelin ist , können sich die beiden Todfeinde endlich versöhnen. Der sterbende Boccanegra überträgt Gabriele Adorno die Dogenwürde.


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 6,00 EUR bis 97,00 EUR

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