Jugendarbeit – Hamburg Ballett

TuSch Hamburgtheater und schule
Partnerschaft zwischen Hamburger Theatern und Schulen
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Hamburg Ballett – John Neumeier
TuSch Partnerschaften 2009/2010

Ansprechpartnerin: Indrani Delmaine
  Kontakt

Gymnasium Hamm | Schule Griesstrasse

TuSch Hamburg, ein gemeinsames Projekt der Behörde für Schule und Berufsbildung und der Körber-Stiftung mit Unterstützung der Kulturbehörde, führt die Welten von Schule und Theater auf vielfältigen Wegen zusammen.

Einen besonderen Weg der Kontaktaufnahme zwischen Jugendlichen und Theatern, der weit über das bloße Zuschauen hinausgeht, beschreitet das Projekt TuSch. Schüler und Theater geraten in einen intensiven, lebendigen Austausch. Die Schulen entdecken das vielfältige Potential des Theaters als Bereicherung der ästhetischen und kulturellen Bildung, die Theater erfahren ihrerseits die Ansichten, Meinungen, Interessen und Erfahrungen der jungen Menschen.

 

Klasse 6a der Schule Griesstraße

Ballett? Was hat das mit mir zu tun? Diese Frage stellten sich die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse an der Schule Griesstraße, als sie mit sicherlich gemischten Gefühlen und auch distanzierten Haltungen zu einer Einführung in das Thema Ballett mit der Tanzpädagogin Indrani Delmaine im Rahmen des tusch-Projektes antreten sollten.

Wie sich jedoch gleich zu Beginn der zweistündigen Einführung herausstellte, hatte jeder aus der Klasse bereits selbst getanzt, z.B. in der Grundschule, auf einer Hochzeit, in Freizeitgruppen oder einfach so zu Hause privat, und konnte somit einen persönlichen Bezug zum Tanzen herstellen.

Mit den eigenen Erfahrungen im Hintergrund lauschten die Schülerinnen und Schüler nun mit Interesse der Geschichte und Entstehung der Kunstform Ballett.

Besonders beeindruckt war die Klasse von den Schilderungen über den Alltag der Ballettschülerinnen und –Schüler, die neben dem Schulunterricht bereits intensiv an ihrer Berufsausbildung arbeiten. Wie solch eine Trainingseinheit ansatzweise aussieht, konnte die Klasse beim Einnehmen der ersten Position, kleinen Bodenübungen und dem Einstudieren einer kleinen Bewegungsformation zu Musik selbst erfahren. Den Schülerinnen und Schülern war die Freude an der eigenen Bewegung und dem gemeinsamen Erlebnis deutlich anzumerken.

Dezember 2009:
Besuch der Ballettschule des Hamburg Balletts John Neumeier

Friederike Murzin und Tanja Dobinsky (Klassenlehrerinnen)

 

Die Bewegung muss von Herzen kommen
 Gymnasium Hamm

Der internationale Musikkurs der Profiloberstufe "Interkulturelle Kommunikation" des Gymnasiums Hamm wird bereichert durch den Austausch mit dem Ballettzentrum von John Neumeier, welcher von Indrani Delmaine mit viel Engagement und Begeisterung ermöglicht wird.

Das Projekt beginnt mit einer Einführung in die Welt des Balletts durch Indrani Delmaine im Gymnasium Hamm. Die Schüler/innen, die fast ausnahmslos bisher keinen Kontakt zur Ballettwelt gehabt haben, sind gespannt und lassen sich von einem Videoausschnitt des Balletts "Schwanensee" faszinieren. Sie erfahren, dass ein Leben fürs Ballett eine sehr hohe Leidenschaft, Disziplin und auch körperliche Konstitution und Eignung voraussetzt.
Anschließend setzen sich die Schüler/innen in Gruppen zusammen und entwickeln Fragen, die sie Silvia Azzoni und Alexandre Riabko bei einem Besuch des Ballettzentrums stellen möchten. Die Spannung steigt!

Am Dienstag, den 19 Januar, ist es dann soweit!
Gespannt betreten wir die "heiligen Hallen" des Ballettzentrums, werfen einen Blick in den Ballettschuh-Raum, in dem für jeden Tänzer mehrere Ersatzschuhe liegen. Wir begegnen kleinen, nachwuchs Tänzerinnen im Tütü und erwachsenen, erfahrenen Tänzern, dürfen einer Asiatin bei einer Soloprobe zusehen, die ihre Bewegungen mit Hilfe eines Videos und einer Ballettlehrerin lernt. Schwungvoll geht es bei der Folklore-Tanzprobe in der Theaterklasse zu. Die Sechzehnjährigen erarbeiten mit viel Temperament und Ausdruck russische Volkstänze.
Als nächstes folgt der Höhepunkt unserer Reise durch die Welt des Balletts. Wir dürfen der Solistin Silvia Azzoni und ihrem Tanzpartner bei einer Probe zusehen. Beeindruckt stellen wir fest, welch eine enorme Detailarbeit hinter den Präsentationen steckt. Ein Pianist, zwei Ballettmeister und John Neumeier erarbeiten gemeinsam mit den beiden Tänzern die Choreographie. Ziel ist, dass schwerste Hebebewegungen mit einer faszinierenden Leichtigkeit ausgeführt werden. Der ausdrucksvolle Tanz der beiden Profis lässt uns alle atemlos und staunend zusehen.
Eine besondere Freude für uns ist das überraschende und ungeplante Auftauchen von John Neumeier persönlich bei der Probe. So werden wir Zeugen einer intensiven Probe, bei der Neumeier vermittelt: "Die Bewegung muss von Herzen kommen".
Bei einem anschließenden Interview mit Silvia Azzoni und ihrem Ehemann, Alexandre Riabko, bekommen die Schüler/innen Antworten auf ihre Fragen, das Interview wird teilweise auf deutsch, englisch und sogar russisch geführt.

Mit all diesen Eindrücken freuen wir uns nun auf eine Einführung in das Bühnenwerk "Illusionen - wie Schwanensee" durch Indrani Delmaine und einen anschließenden Besuch des gleichnamigen Balletts in der Hamburgischen Staatsoper am 28. April 2010.

Janne Wittfoth (Musiklehrerin am Gymnasium Hamm)


 

 
 
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