Jugendarbeit – Hamburg Ballett


 

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Hamburg Ballett John Neumeier | Heinrich-Hertz-Schule

Unsere Schul-Spiel-Zeit beginnt mit Besichtigungen der Opern-Werkstätten. Da die Tänzer/innen der Compagnie in den kommenden Monaten häufig auf Tournee sind, werden sich Schüler/innen vor allem hinter den Kulissen bewegen und vor Ort erfahren, wie Kostüme und Masken, Licht und allgemeine Bühnentechnik zustande kommen.
Zum Auftakt erhält das Ballettzentrum Besuch von Schüler/innen der IVK (Internationale Vorbereitungsklassen) der Heinrich-Hertz-Schule. Hierbei handelt es sich um junge Flüchtlinge im Alter zwischen 13 und 18 Jahren, die an der Heinrich-Hertz-Schule lernen und nach einem einjährigen Vorbereitungsjahr auf ihre Eingliederung in Regelklassen vorbereitet werden.
Die Planung weiterer Projekte läuft auf Hochtouren - hinter den Kulissen.
 

 

 

Projekt IVK – Heinrich-Hertz-Schule

Seit November 2015 tanzen Miljana Vracaric und Braulio Álvarez, beide Tänzer im Ensemble des Hamburg Ballett, jeden Freitagmorgen, vor Beginn ihres offiziellen Arbeitstages, mit 16 Schülerinnen und Schülern aus einer der beiden Internationalen Vorbereitungsklassen der Heinrich-Hertz-Schule in einem Ballettsaal des Ballettzentrums.


Miljana Vracaric und Braulio Álvarez
Fotos © Kiran West

Die Klassenlehrerin, Frau Alexandra Baroukh, berichtet über die Anfänge des Projekts: 

"Ich war zunächst ein bisschen skeptisch, da die Gruppe sehr heterogen und nicht gerade sozial veranlagt war, außerdem gab es zu diesem Zeitpunkt eine Haltung, die nur Cooles zuließ. Ballett stand da für die meisten Schülerinnen und Schüler nicht wirklich oben auf der Liste. Trotzdem wollten wir es wagen. Einmal ist kein Mal, dachte ich mir, und letztlich kann so ein Projekt ja nur eine Bereicherung für die Klasse sein, selbst wenn die Schülerinnen dieses Experiment nicht würden fortsetzen wollen... Auf meinen Vorschlag protestierten einige Schüler geradezu aufgebracht, andere waren neutral bis positiv eingestellt. In dieser Phase war es wirklich spannend zu beobachten, wie kulturelle Prägungen zu Buche schlugen.
Wir trafen uns dann tatsächlich eines frühen Morgens um kurz vor acht an der S-Bahn Hasselbrook und wankten noch schlaftrunken zu unserem ersten wirklichen Ballettversuch, der durch die sympathischen jungen Tänzer Miljana und Braulio angeleitet werden sollte. Wie durch ein Wunder wich unsere anfängliche Unsicherheit und Steifheit sehr schnell. Denn beide Trainer waren so enthusiastisch bei der Sache, dass sie die Jugendlichen in kürzester Zeit aus sich herauslocken konnten und diese begannen sich zögerlich, dann aber immer expressiver zu bewegen, schließlich zu tanzen!
Müde, geschafft und voller Fröhlichkeit fuhren wir anschließend zurück zur Schule, das Versprechen in der Tasche, bald eine echte Choreographie zu beginnen, die dann irgendwann in größerem Rahmen aufgeführt werden sollte. 
Die Musik kannten wir schon bald fast auswendig, die einstudierten Bewegungen waren anfangs noch ein bisschen unkoordiniert bzw. hölzern. Aber irgendwann sprang plötzlich der Funke über und es lief von Mal zu Mal besser. Jetzt tanzen wir bereits seit 8 Wochen jeden Freitag mit großer Freude! Tanzen macht einen Riesenspaß, stärkt den Klassenzusammenhalt sehr, wir sind begeistert (auch die Super-Coolen) und dankbar, von so tollen Trainern lernen zu dürfen."

Die IVK-Klasse von Frau Baroukh tanzt weiter im Ballettzentrum, während andere Klassen ihre Werkstattbesuchsreihe mit dem Besuch der Kostümwerkstätten fortsetzen werden.

 

 

Opera Stabile – "Performing Art"

Das Hamburg Ballett / Charlotte-Paulsen-Gymnasium
Sonntag, den 7. April 2013 um 19:30 Uhr

Leitung: Kathrin vom Bruck (Charlotte-Paulsen-Gymnasium), Indrani Delmaine (HAMBURG BALLETT)
Choreografische Mitarbeit: Stacey Denham, Johanna Marg
Musik: Gaspar Cassadó, Cirque du Soleil, Pink Floyd, Eric Satie
 


 

Performing Art
Ein Theaterstück des S4 Kurses am Charlotte-Paulsen-Gymnasium

von Kathrin vom Bruck
Die Eigenproduktion "PERFORMING ART" ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Charlotte-Paulsen-Gymnasium und dem Hamburg Ballett John Neumeier im Rahmen von "Theater und Schule" (TuSch). Angeregt durch einen Besuch des Balletts "Illusionen wie Schwanensee" in der Staatsoper haben die Schüler Ideen zu dem Ringen um die eigene Identität entwickelt und zu einer Auseinandersetzung zwischen Kunst und dem Alltag in einer zunehmend technologisierten Welt zugespitzt.

In dem Theaterstück geht es um die Bedeutung von Kunst im Leben des Einzelnen. Kunst umfasst dabei viele Bereiche des Lebens wie Tanz, Musik und Malerei. Die Schüler wollen mit ihrem Stück auf die Bedeutung von Kunst in unserer globalisierten Welt hinweisen. Da sie alle das ästhetische Profil am Charlotte-Paulsen-Gymnasium gewählt haben, liegt ihnen Kunst persönlich am Herzen. Viele Schüler des S-4Kurses wollen nach dem Abitur einen künstlerischen Beruf ergreifen. Für die Tanzszenen haben die Schüler Unterstützung von Stacy Denham erhalten. Sie unterrichtet modernen Tanz am HAMBURG BALLETT – John Neumeier. Johanna Marg, eine Absolventin der Leuphana Universität, hat die Salsa Szene gestaltet. Für die Gesamtkonzeption sind Kathrin vom Bruck, Lehrerin im ästhetischen Profil Charlotte-Paulsen-Gymnasium, und Indrani Delmaine, TuSch Kooperationspartnerin des Hamburg Ballett John Neumeier, zuständig.

Eine Schülerin aus dem Kurs hat ihr persönliches Bekenntnis zur Kunst in Worte gefasst: "Ohne Musik, Bücher oder Malerei wäre mein Alltag sehr trostlos. Ich habe mir angewöhnt, die Dinge die um mich passieren, genau zu beobachten, Proportionen mit den Augen zu messen, mir Farben und Schatten einzuprägen. In der Bahn porträtiere ich wildfremde, nichtsahnende, schlafende Menschen, im Unterricht zieren immer mehr Bilder meine Blätter, wobei Lehrer wenig Verständnis für meine kreative Ader haben. Die Kunst ist zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Sie ist zu einem ständigen Begleiter geworden, der mir in guten wie in schlechten Zeiten Halt gibt. Es kann auch mal sehr anstrengend werden und manchmal auch zu teuer, aber dennoch ist es die Mühe wert. In der Kunst habe ich mich selbst gefunden und sie ist längst ein Teil von mir. Auf die Frage was ist Kunst für mich, gibt es eine Vielzahl an Antworten, aber kurz und knapp: Die Kunst ist meine wahre Liebe."

Fotos © Melanie Couson

 

 

 

   

 
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