Ballett von Christopher Wheeldon

 

Musik
  Benjamin Britten
Variatione
über ein Thema von Frank Bridge, Op. 10
Choreografie
  Christopher Wheeldon
Bühnenbild
Kostüme
  Jean-Marc Puissan

 

Uraufführung
Hamburg Ballett, Hamburg, 1. Juli 2001

 

Originalbesetzung
  Heather Jurgensen
Carsten Jung
Silvia Azzoni
Alexandre Riabko

 

Zwischen 1509 und 1547 war Heinrich VIII.,
König von England, sechs Mal verheiratet.
Weder Katharina von Aragon noch Anna Boleyn
gaben ihm einem männlichen Thronfolger.
Heinrichs verzweifelter Wunsch nach einem Sohn
war der Untergang der beiden Frauen.
Diese historische Zeitspanne ist Hintergrund dieses Werks.

 

Pressestimmen

Der Brite Christopher Wheeldon nahm sich Heinrich des VIII. an und stellte ihn in das Spannungsfeld seiner Ehefrauen. Der begabte Nachwuchschoreograf schilderte höfisches Leben in einem historischen Ambiente zwischen Klischees und wunderbar gestalteten Tanzsequenzen: Viel Applaus für ihn.
Dagmar Fischer, Hamburger Morgenpost

Wheeldons Ballettsprache wirkt auf den ersten Blick erstaunlich klassisch.. Doch durchbrochen von inspirierten Ports de bras und raffinierten Hebungen ist sie ungemein kraftvoll im Ausdruck. Vor allem die Trauer des Königs, von Carsten Jung isoliert in einem Lichtkegel und in vollkommener Stille getanzt, beeindruckte stark.
Sabine Hanno-Weber, ddp

 

 
 Christopher Wheeldon

Christopher Wheeldon zählt zu den gefragtesten neoklassischen Choreografen unsere Zeit. Geboren in Somerset (England) begann er seine tänzerische Ausbildung an der East Coker Ballet School und wurde im Alter von elf Jahren in die Royal Ballet School aufgenommen, wo er sieben Jahre lang studierte; 1991 wurde er Mitglied des Royal Ballet. Zwei Jahre später wechselte er zum New York City Ballet und stieg dort 1998 zum Solisten auf. Er tanzte in zahlreichen Choreografien von George Balanchine, darunter "Divertimento No. 15", "The Four Temperaments", "Ein Sommernachtstraum" und "Der Nussknacker", sowie in Werken von Jerome Robbins ("West Side Story", "Dances at a Gathering", "Goldberg Variations").

Im Jahr 2000 beendete Wheeldon seine Tänzer-Karriere beim New York City Ballet und wurde 2001 zum ersten Haus-Choreografen der Compagnie ernannt. Er choreografierte 1997 "Slavonic Dances" (Anton Dvorak), 1999 "Scènes de ballet" (Igor Stravinsky), 2000 "Mercurial Manoeuvres", 2001 "Polyphonia" (György Ligeti) und "Variations Sérieuses" (Felix Mendelssohn), 2002 "Morphoses" (György Ligeti) and "Carousel (A Dance)" (Richard Rodgers), 2003 "Le Carnaval des animaux" (Camille Saint-Saëns) and "Liturgy" (Arvo Pärt).

Er hat außerdem für verschiedene Compagnien eigene Choreografien geschaffen, u.a.: 1999 "Feuervogel" für das Boston Ballet, 2000 "Sea Pictures" und 2002 "Continuum" für das San Francisco Ballet, 2001 "VIII" für das Hamburg Ballett, 2002 "Tryst" für das Royal Ballet 2004 "Schwanensee" für das Pennsylvania Ballet sowie die Ballettsequenzen für den Film "Center Stage". Wheeldon hatte sein choreografisches Broadway-Debüt 2002 mit der Bühnenversion des Films "Sweet Smell of Success".

1996 wurde Wheeldon mit dem Mae L. Wien Award des Lincoln Center für junge Choreografen ausgezeichnet, 1997 mit dem "Martin E. Segal Award" vom Lincoln Center für Nachwuchschoreografen, den "London Critics' Circle Award" für "Polyphonia" als bestes neues Ballett und den "American Choreography Award" für beste Choreografie im Film "Center Stage". "Polyphonia" bekam den "Olivier Award" als beste neue Tanzproduktion.

Eine kometenhafte Karriere, die ihn von einem der begabtesten Tänzer des New York City Ballets in den begabtesten Choreografen seiner Generation verwandelte.
Anna Kisselgoff, The New York Times, Januar 2001

Jurgensen - Jung
 

 
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