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Ballett von John Neumeier
Musik |
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Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 39
Kadenzen von Alfred Schnittke
Alfred Schnittke
Moz-Art à la Haydn, Moz-Art für sechs Instrumente
Max Reger
Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132
Ludwig van Beethoven
Variationen für Klavier und Violoncello op. 66
Wolfgang von Schweinitz
Variationen über ein Thema von Mozart op. 12
Wolfgang Amadeus Mozart
Motette "Ave verum corpus" KV 618
Sinfonie C-Dur KV 551, Jupiter |
Choreografie
Inszenierung |
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John Neumeier |
Ausstattung |
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Klaus Hellenstein |
1 Pause - 3 Stunden.
Uraufführung
Hamburg Ballett, Hamburg, 19. April 1991
| Originalbesetzung |
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Mozart das Wunderkind |
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Radik Zaripov |
Wolfgangerl |
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Patrick Becker |
Wolfgang Amadeus |
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Jean Laban |
Wolferl |
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Eric Miot |
W. A. Mozart |
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Ivan Liska |
Die Musik |
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Anna Grabka
Gamal Gouda |
| Leopold Mozart |
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Ralf Dörnen |
| Nannerl Mozart |
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Jessica Funt |
| Das Bäsle |
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Gigi Hyatt |
| Aloisia Weber |
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Stefanie Arndt |
| Constanze Weber |
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Bettina Beckmann
für Chantal Lefèvre |
| Der graue Bote |
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Anders Hellström |
Ein Projekt über Mozart
Keine absolute Vision des Genies und Menschen Mozart, keine Geschichte, keine Geschichten, chronologisch erzählt - sondern Bilder! Phasen aus seinem Leben, Stationen, Zustände inneren und äußeren Seins, Augenblicke - Fenster zu MOZART.
Ein Blick aus dem FENSTER: ein zeitlicher Ausschnitt, ein räumlicher Ausschnitt - kein Anfang, kein Ende, eine Momentaufnahme.
Fünfmal Mozart - immer verkörpert durch einen anderen Darsteller und immer definiert durch weitere Personen, die sich diesem Mozart zugesellen und denen er sich zuordnet: die Schwester Nannerl und das Bäsle, die geliebte Aloisia, Constanze, die Ehefrau, und der mysteriöse Bote des Requiems, der Todesbote - Todesnähe? Todeserfahrung im Tod des Vaters? Todesahnung? Der Vater Leopold Mozart - eine Konstante in Mozarts Leben.
Es sind die Briefe, die für mich zählen. Die Bücher und ihre unterschiedlichen, zum Teil widersprüchlichen Interpretationen: ein Gedankenfundus, aus dem ich intuitiv schöpfe. Lesen und wieder weglegen, sich freimachen - es soll mehr als 13 600 Veröffentlichungen zum Thema Mozart geben, wie viele werden 1991 noch dazukommen?
Das Genie durch seine MUSIK kennen lernen. Leben und Werk in der Bewegung miteinander verbinden.
Fünf Lebensphasen - oder sind es fünf Zuständlichkeiten - des Menschen Mozart, der nicht von seiner Musik zu trennen ist: gespiegelt in der Musik anderer Komponisten, die sich mit Themen von ihm auseinandersetzen, in Kompositionen von Schnittke, Reger, Beethoven, von Schweinitz - und in Mozarts eigenem Jugendwerk, in dem er sich seinerseits mit anderen Komponisten beschäftigt! Zur Balance: die Jupiter-Sinfonie - ohne jeden Handlungsfaden, eine abstrakte, tänzerische Vision, unsere heutige Reaktion auf Mozarts Musik, in der ja etwas Ewiges liegt, sein WIRKLICHES LEBEN.
Man kann nicht "Mozart tanzen", man kann ein Ballett über einen Menschen wie Mozart machen - und dabei muss der TANZ wichtiger als der Mensch Mozart sein, sonst kommt man dem Phänomen MOZART nicht nahe.
John Neumeier
Pressestimmen zur Premiere
Es kulminiert in einer tänzerischen Verklärung Mozarts zur Jupiter-Symphonie, die erneut als ein phantastisches Feuerwerk choreographischer Einfälle überwältigt.
Der Tagesspiegel
Blicke in fünf Stationen eines Lebens – und am Ende fügen sich diese fünf zusammen zu einer Existenz der Besonderen Art, zu fünf heterogenen Verhaltensweisen eines vielschichtigen Individuums, eines hochsensiblen Überfliegers und kreativen Außenseiters.
Die Zeit
Das Ballett erzählt keine Geschichte, sondern will das Phänomen Mozart psychoanalytisch deuten. John Neumeier meidet spektakuläre Effekthascherei. Er legt Mozarts Psyche schichtweise frei, schält äußerliche hüllen behutsam, um den Kern, das Wesentliche zu finden. Seine subjektive Sicht fesselt, weil seine Tanzphantasie überbordet.
Frankfurter Rundschau
Neumeier bewies seine einzigartige musikalische Begabung. Seine einfühlsame Choreographie ließ Mozarts Musik wie für das Ballett geschrieben erscheinen, so als hätten sich der Ballettmeister und der Komponist über die Generationen hinweg gesucht und gefunden. Mozart getanztes Leben – ein traumhafter Abend.
Dresdner Morgenpost
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Fotos
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