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Ballett von John Neumeier
Musik |
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Hans Werner Henze
Fantasia für Streicher |
Choreografie
Ausstattung |
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John Neumeier |
Uraufführung
Ballett der Deutschen Oper, Berlin, 3. Mai 1986
Premiere in Hamburg
Nijinsky-Gala XIX, 12. Mai 1986
| Originalbesetzung |
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Eva Evdokimova
Vladimir Derevianko |
Wegen seiner maßlosen Neugierde und bei der Vorliebe, die es für junge Mädchen hat, vergisst es ganz seine Scheu und Wildheit; es legt alles Misstrauen ab, geht zu dem sitzenden Mädchen hin und schläft in dessen Schoß ein. Und auf solche Weise fangen es die Jäger.
O dieses ist das Tier, das es nicht giebt.
Sie wußten's nicht und haben's jeden Falls
- Sein Wandeln, seine Haltung, seinen Hals,
Bis in des stillen Blickes Licht - geliebt.
Zwar war es nicht. Doch weil sie's liebten, ward
ein reines Tier. Sie ließen immer Raum.
Und in dem Raume, klar und ausgespart,
Erhob es leicht sein Haupt und brauchte kaum
Zu sein. Sie nährten es mit keinem Korn,
Nur immer mit der Möglichkeit, es sei,
Und die gab solche Stärke an das Tier,
Daß es aus sich ein Stirnhorn trieb. Ein Horn.
Zu einer Jungfrau kam es weiß herbei
Und war im Silberspiegel und in ihr.
Rainer Maria Rilke
O unicorn among the cedars
To whom no magic charm can lead us,
White childhood moving like a sigh
Through the green woods
unharmed in thy
Sophisticated innocence
To call thy true love to the dance . . .
O Einhorn unter den Zedern
zu dem uns kein Zaubermittel führen kann,
Weiße Kindheit bewegt sich wie ein Seufzer
durch die grünen Wälder
unverletzt in dem Zustand deiner
bewussten Unschuld
um deine Liebste zum Tanz zu rufen . . .
W. H. Auden
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