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Ballett von John Neumeier
Musik |
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Gustav Mahler |
Choreografie |
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John Neumeier |
Kostüme |
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Marco Arturo Marelli |
Uraufführung
The Royal Ballet, Covent Garden, London, 31. März 1977
Originalbesetzung |
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Wayne Sleep
Lynn Seymour
David Wall
Michael Coleman
Jennifer Penney
Wayne Eagling |
Premiere in Hamburg
Hamburg Ballett, 11. Dezember 1977
Premierenbesetzung |
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Kevin Haigen
Magali Messac
François Klaus
Ivan Liska
Colleen Scott
Roy Wierzbicki |
Es scheint mir, die Sinfonie drückt eine doppelte Sehnsucht aus: die Sehnsucht eines Kindes, erwachsen zu sein, und die Sehnsucht eines Erwachsenen nach der Reinheit, nach dem verlorenen Paradies seiner Kindheit.
John Neumeier
Dauer der Kindheit
(Für E. M.)
Lange Nachmittage der Kindheit . . . , immer noch nicht
Leben; immer noch Wachstum,
das in den Knien zieht -, wehrlose Wartezeit.
Und zwischen dem, was man sein wird, vielleicht,
und diesem randlosen Dasein -: Tode,
unzählige. Liebe umkreist, die besitzende,
das immer heimlich verratene Kind
und verspricht es der Zukunft; nicht seiner.
Nachmittage, da es allein blieb, von einem Spiegel zum andern
starrend; anfragend beim Rätsel des eigenen
Namens: Wer? Wer? - Aber die Andern
kehren nachhause und überwältigens.
Was ihm das Fenster, was ihm der Weg,
was ihm der dumpf e Geruch einer Lade,
gestern vertraut hat: sie übertönens, vereitelns.
Wieder wird es ein Ihriges.
Ranken werfen sich so manchmal aus dichteren
Büschen heraus, wie sich sein Wunsch auswirft
aus dem Gewirr der Familie, schwankend in Klarheit.
Aber sie stumpfen ihm täglich den Blick an ihren gewohnteren
Wänden, jenen, den Aufblick, der den Hunden begegnet
und höhere Blumen
immer noch fast gegenüber hat.
Oh wie weit ists von diesem
überwachten Geschöpf zu allem, was einmal
sein Wunder sein wird, oder sein Untergang.
Seine unmündige
Kraft lernt List zwischen den Fallen.
Und das Gestirn seiner künftigen Liebe
geht doch schon längst unter den Sternen,
gültig. Welches Erschrecken
wird ihm das Herz einmal reißen dorthin,
daß es abkommt vom Weg seiner Flucht
und gerät in Gehorsam und heiteren Einfluß?
Rainer Maria Rilke
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