Ballett von John Neumeier
Dem HAMBURG BALLETT gewidmet

Der vierte Satz, Nacht, ist John Cranko und seiner Compagnie gewidmet und wurde im Juli 1974 in Stuttgart mit Marcia Haydée, Richard Cragun und Egon Madsen uraufgeführt.

 

Musik
  Gustav Mahler
Choreografie
Kostüme
Lichtkonzept
  John Neumeier

Keine Pause – 2 Stunden

 

Uraufführung
Hamburg Ballett, Hamburg, 14. Juni 1975

 

Originalbesetzung
  François Klaus
Zhandra Rodriguez
Persephone Samaropoulo
Salvatore Aiello
Truman Finney (für Maximo Barra)
Magali Messac
Fred Howald
Marianne Kruuse
Mariana Eglevsky
Tomislav Vukovic
 

Premiere 14. Juni 1975Premiere – 14. Juni 1975

Gastspiele
1975 Venedig, Stuttgart, Frankfurt-Hoechst, Luxemburg 1976 Paris, Tel Aviv, Jerusalem 1977 Danzig, Wien, Berlin, Brüssel 1978 Helsinki, Leverkusen 1980 Bremerhaven, Ludwigshafen 1981 Dresden, München, Sao Paulo, Rio de Janeiro, Buenos Aires 1983 New York 1984 Toronto, Montreal, Chicago (Ravinia Festival) 1985 New York 1986 Tokio, Nagoya, Osaka, Kyoto, Fukuoka, Budapest 1987 Lausanne, Marseille, Paris, Berlin, Leipzig 1988 Milwaukee, Barcelona 1989 Athen 2003 Baden-Baden 2012 Beijing, Hongkong 2014 Chicago 2015 Venedig

Im Repertoire
Ballet de l'Opéra National de Paris
Königlich Schwedisches Ballett

 

1. Satz - Gestern

"... Und all unsere Gestern führten Narrn den Weg des staub'gen Tods ..."
William Shakespeare, "Macbeth"
Gustav Mahler überschreibt den Satz "Pan erwacht - der Sommer marschiert ein".

2. Satz - Sommer

in Mahlers Worten:
"Was mir die Blumen (auf der Wiese) erzählen".

3. Satz - Herbst

"Was mir die Tiere (im Walde) erzählen", sagt Mahler.

4. Satz - Nacht
Dieser Satz ist John Cranko und seiner Compagnie in Dank gewidmet.

"Was mir der Mensch erzählt" hat Mahler als Titel gewählt,
ursprünglich nannte er diesen Satz "Was mir die Nacht erzählt".
O Mensch! Gib acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht? Ich schlief, ich schlief!
Aus tiefem Traum bin ich erwacht! Die Welt ist tief!
Und tiefer als der Tag gedacht! Tief ist ihr Weh!
Lust - tiefer noch als Herzeleid! Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit! Will tiefe, tiefe Ewigkeit!

Friedrich Nietzsche, aus "Also sprach Zarathustra"

5. Satz - Engel

Mahler ist ausführlicher: "Was mir die Engel erzählen".
In seinem ersten Konzept hieß es: "Was mir die Morgenglocken erzählen"

Es sungen drei Engel einen süßen Gesang,
Mit Freuden es im Himmel klang;
Sie jauchzten fröhlich auch dabei,
Daß Petrus sei von Sünden frei,
Von Sünden frei.

Denn als der Herr Jesus zu Tische saß,
Mit seinen zwölf Jüngern das Abendmahl aß,
So sprach der Herr Jesus: Was stehest du hier.
Wenn ich dich ansehe, so weinest du mir,
So weinest du mir.

Ach, sollt ich nicht weinen, du gütiger Gott!
Ich hab 'übertreten die zehen Gebot';
Ich gehe und weine ja bitterlich,
Ach komm, erbanne dich über mich,
Ach, über mich.

Hast du denn übertreten die zehen Gebot',
So fall auf die Knie und bete zu Gott,
Und bete zu Gott nur allezeit,
So wirst du erlangen die himmlische Freud',
Die himmlische Freud'.
Die himmlische Freud' ist eine selige Stadt,
Die himmlische Freud', die kein End' mehr hat;
Die himmlische Freude war Petro berei't
Durch Jesum und allen zur Seligkeit,
Zur Seligkeit.

"Des Knaben Wunderhorn"

6. Satz

Was mir die Liebe erzählt

Ursprünglich hatte Mahler noch an einen siebten Satz gedacht: "Was mir das Kind erzählt".

 

Pressestimmen

"Dies ist ein aufregendes, wunderbar nonkonformistisches, nach einer zeitlosen Architektur getanztes Ballett, das Neumeiers Namen unauslöschlich einprägt als einen der größten klassischen Choreografen unseres Jahrhunderts ...
Dieses Ballett ist die Arbeit eines Genies ..."
Clive Barnes, New York Post

Zur Uraufführung am 14.6.1975: "... fast zwei Stunden lang bezeugt diese Choreografie eine Erfindungs- und Konstruktionskraft, der zumindest auf dem europäischen Kontinent heute kaum etwas Vergleichbares an die Seite zu setzen ist."
Horst Koegler, Stuttgarter Zeitung

 

Fotos
Trailer

 
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