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BALLETT VON NATALIA HORECNA
DRESSED UP IN TISSUE PAPER
Ich widme mein Ballett meinem lieben Vater Pavel


 

Foto von Joris Jan Bos

Choreografie, Bühnenbild und Kostüme
Natalia Horecna   Bio

Musik Terry Riley   Bio
und John Cage, Betty Walker, Anon und Ryoji Ikeda

Licht Koos Planken

Premiere
16. Januar 2012

''Dressed up in tissue paper'' – Verkleidung in Papiertüchern
Mit meinem kleinen dunklen Märchen möchte ich in den Teil unserer Innenwelt eintreten, mit dem wir uns nur ungern auseinandersetzen. Gelegentlich muss sich jeder von uns mit unseren Schwächen, unseren Kämpfen, unseren Ängsten auseinandersetzen – das Negative gewinnt die Überhand. Auf der Reise durch unser Leben müssen wir uns diesen Dingen stellen und sie erkennen und, so hoffe ich, lernen, sie zu akzeptieren, vielleicht sogar zu lieben. Denn es ist ein wichtiger Bestandteil von uns, der unsere Existenz vervollständigt.

Oder? Früher hatte ich Angst davor, mich selbst so zu betrachten, doch heute bin ich mir sicherlich starker dessen bewusst, wie ich diese Aspekte betrachte und wie ich diese Erfahrungen, die sehr wertvoll sind, nicht sofort verurteile.

Indem ich in meinem Ballett mein eigenes Ego entblöße und meine Bilder von der absolut wundervollen und expressiven Musik von Terry Riley, einem der großartigsten Komponisten unserer Zeit, leiten lasse, möchte ich einen Raum öffnen lassen. Ich möchte ihn öffnen für ein Geschöpf, das uns mitnimmt auf eine Reise des Erkennens all dieser Emotionen, die gemeinhin als negativ charakterisiert werden. Und wir werden einfach sehen, wo es das Geschöpf, uns, mich … hinführt.

Ich bin selbst neugierig … Ich werde mich sicherlich nicht um meine Selbsterhaltung kümmern, denn ich bin ein offenes Buch, ein Naivist Maximalist - maximal durch Naivität bestimmt, in all ihrer dunklen und verworrenen Unschuld. Ich werde daher auch nicht mit der Aggressivität im Raum, in der Gesellschaft oder sonst wo beginnen – sondern mit der Aggressivität in mir drin.
In schwierigen und fordernden Situationen werden Herz und Verstand zu erbitterten Feinden.

Welches sind die Konsequenzen unserer Handlungen, unserer Entscheidungen? Zu welchem Preis? Und was bedeutet es für die Neugier?

Ich werde mein Geschöpf, mein fünftes Element – Liebe, meine Coppelia – in Papiertücher kleiden. Papiertücher sind leicht zu zerreißen – wie unsere Haut, unser Herz, unser Verstand. Wie unsere gesamte wertvolle Welt, mit unseren eigenen subjektiven Perspektiven und Wahrheiten und unserer Einsamkeit.

Mich interessiert das Dunkle in Menschen, und wie es sich in einem einzelnen Individuum ausdrückt. Ich möchte nicht über diese ganzen Klischees schreiben, aber das Sonnenlicht wird schließlich durchbrauch und … Liebe sollte uns alle retten. Oder?

... Cheesy, cheesy? ...

Natalia Horecna (2011)


Das englische Wort "Cheesy"

Es ist ein wichtiges Wort und niemand hat es bis jetzt richtig definiert. Es bedeutet so viel wie: Zu sehr wollend, ohne Subtilität und ohne Authentizität.

Insbesondere etwas, das in der der Art, wie es beim Publikum, bei den Zuhörern, Zuschauern etc. eine bestimmte Reaktion erzeugen will, ohne Subtilität und ohne Authentizität ist. Celine Dion ist cheesy, denn ihre Text, ihr Timbre, ihre Registerwechsel und die ausladende Orchestrierung – alles schreit nur "Ich will, dass du bewegt bist!" anstatt tatsächlich zu bewegen, mitzureißen. Goldketten auf behaarter Brust unter einem aufgeknöpften Hemd sind cheesy, denn sie sagen "Ich habe Geld und bin männlich!" anstatt eine Frau auf subtilere Weise zu beeindrucken oder ihr die Möglichkeit zu geben, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Sein exzessives Zurschaustellen suggeriert, er kompensiert etwas, was ihm fehlt – dass er eigentlich arm ist, unsicher oder zu klein mit einem Minderwertigkeitskomplex. Klischees sind oft cheesy, denn sie machen eine Aussage in kunstloser Form und auf offensichtliche Weise. Ein Film kann cheesy sein, wenn er abgegriffenen Dialoge enthält, wie beispielsweise "Ohne dich kann ich nicht leben." oder "Ich war dir vom ersten Moment verfallen.".

Ob etwas als cheesy eingeordnet werden kann, ist subjektiv. Eine Frisur, die für mich cheesy ist, mag für dich legitimer und attraktiver Style sein. Was mir cheesy erscheint, kann dich zum Weinen bringen und dafür sorgen, dass du deine Freundin in die Arme nimmst.

Terry Riley – Biografie

Terrence Mitchell Riley is an American composer, a pioneer of the minimalist school of Western classical music. He studied at Shasta College, San Francisco State University, and the San Francisco Conservatory before earning an MA in composition at the University of California, Berkeley. His work has been deeply influenced by both jazz and Indian classical music.
Zur Homepage von Terry Riley

Interview von Annette Bopp (tanznetz.de) mit der Choreografin Natalia Horecna über ihr Stück "Dressed up in Tissue Paper und das BUNDESJUGENDBALLETT".

 

 

 

 

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